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Dinge, die ich als Kind gelernt habe, oder mir von Freunden gesagt wurden, die keinen Sinn machen, und nie hinterfragt wurden.

- Stone washed Jeans vor dem Waschen auf links drehen, damit sie sich nicht so schnell abgenutzt aussehen.
- Bettwäsche zum Trocknen auf rechts drehen, damit es ordentlicher aussieht und dann zum Überziehen wieder auf links.

- Warum es "auf rechts" und " auf links" heißt, wenn man auf innen gedreht und so meint.

Ich frage mich gerade, ob es in vergangenen Zeiten auch so viele Publikationen gab, die mich dabei beraten, wie ich ein besserer Mensch werde. Ich kann mich besser ernähren, besser verhalten, besser denken und besser schlafen, wenn ich doch nur all die vielen Ratschläge befolge. All diese Menschen, die doch alles so viel besser wissen, kommen mir inzwischen vor, wie eine übermächtige allwissende Schwiegermutter. "Ich will doch nur Dein Bestes, Kind".

Zum Einen frage ich mich: warum schreiben so viele Menschen, die den Weg zur ultimativen Lösung des Lebens, sozusagen die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest fanden, Bücher anstatt einfach in vollendeter Glückseligkeit ihr Rezept zum besseren Leben zu Leben. Und halten einfach mal die Klappe.

Zum Einen lässt sich mit derartigen Texten, Videos und Audiobotschaften ein Haufen Geld verdienen. Zum Anderen ist es ein paar Menschen wirklich wichtig, zu missionieren. Das rechtfertigt ihr eigenes Selbstbild, und hinterlässt so ein distanziert-gutes Gefühl. Ich habe die Welt verbessert. Yeah. Oder nur die Menschheit. Oder nur mein Ansehen. Oder mein Bankkonto. Was soll's.