Trübe Aussichten

Johlende Massen, die die Feuerwehr bei den Löscharbeiten einer geplanten Flüchtlingsunterkunft bepöbeln.

Polizei, die es an einem anderen Ort für völlig normal hält, Flüchtlinge als Störfaktor zu betrachten, die auch dann noch unterwürfig-dankbaren Gehorsam zeigen sollen, wenn sie von einer unkontrollierbaren, wütenden Menschenmenge akut bedroht wird (ein 15Jähriger hatte in Clausnitz den brüllenden Deppen den Stinkefinger gezeigt, nachdem sie es bereits geschafft haben, weitere Insassen des ankommenden Flüchtlingsheimes so einzuschüchtern, dass sie den Bus nicht verlassen wollten. Eben diese Flüchtlinge wurden mal eben von der örtlichen Polizei "mit harter Hand" aus dem Bus geholt. Nach Berichten im Klammergriff, oder mit auf dem Rücken gedrehtem Arm.

Nur mal zur Erinnerung: Das sind Menschen, die wohl schon Schlimmstes erlebt haben. 

Und überall tummeln sich die Apologeten: Aber man muss die Ängste der Bürger doch verstehen...

Wenn aber die Argumente und Schlussfolgerungen falsch sind?

Durch ständige Wiederholungen wird das aber auch nicht wahrer. Die Gesellschaft muss keine irrationalen Lösungen für irrationale Ängste finden.

Wieviel Geld der öffentlichen Hand, also der Steuerzahler (EURE KOHLE, VERDAMMT), da gerade durch den Kamin geht, ist unvorstellbar und inakzeptabel. Turnhallen, die in Rauch aufgehen, weil "unsere Kinder" wegen der Flüchtlinge dort vorübergehend keinen Sport machen können... Btw. wo fängt die Grenze zwischen unsere und eure an?

Ich zweifele langsam an dem Verstand einiger Leute, und dem einiger Politiker. Aber das hilft mir auch nicht weiter. So bleibe ich im Moment ein etwas ratloser, besorgter Büger. Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit meiner Mitmenschen, um die Politik, die mit ihrem Vorgehen in fremden Ländern für noch mehr Flüchtlinge sorgt; während sie die hier ankommenden dafür in die Haftung nimmt. Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit von Menschen, die Kollateralschaden der ansteigenden Gewalt werden.

Und ich mache mir Sorgen, irgendwann nicht genug dagegen getan zu haben.

  

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