Und wieder einmal

lese und höre ich von Menschen, die ich nun schon länger kenne, denen ich auf Twitter folge, und manchmal auch schon im RealLife begegnet bin.

Einige dieser Menschen haben in dieser Zeit wirklich Dummes getan, gesagt oder geschrieben.

Und dann lese oder höre ich wieder so großartige Sachen von diesen Menschen, dass es mir schwer fällt sie eindimensional als Feind, Freund oder als Schaden für die Gesellschaft zu betrachten.

Und dann denke ich manchmal, dass der Fehler bei mir liegt. Darin, dass ich mir nicht die Zeit nehmen, diese Menschen in all ihren Facetten zu betrachten, und zu erleben. Damit ich mir ein Gesamtbild machen kann.

Das bedeutet aber auch, dass ich eine Kritik einfach mal äußern, und wirken lassen kann. Ohne mich nachher weiter darüber aufzuregen. Nicht immer, aber immer öfter.

So lange zu piksen, bis sofort eine Reaktion erfolgt, hat noch nie irgend jemandem geholfen. Auch Kritik muss sacken. Der Kritisierte braucht ebenso Zeit, die Kritik zu verstehen, wie eine Lösung zu finden. Und Empörung verklärt den Blick in Augenhöhe.

Manchmal zeigte sich das gewünschte Ergebnis halt erst in Monaten oder Jahren. Ist es dann schlechter? (Wieso muss man erst alt werden, um Geduld zu lernen?)

Seufz.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *