Monthly Archives: May 2015

So langsam ist es wieder Zeit, die Gartenstühle zu putzen.

Habt ihr auch immer Angst um eure Singvögel, wenn eine Katze durch euren Garten streift? All das Geschimpfe gegen Hauskatzen hilft da wenig. Es gibt genau so viele Marder und Raubvögel, die die Nester ausrauben.

Was den Vögeln wirklich hilft, ist ein Garten, der nicht klinisch rein und aufgeräumt ist. Kleine Büsche als Unterholz, Waldkräuter (unter Bäumen ist Waldmeister bei mir hervorragend angewachsen, und gibt lecker Bowle im Frühjahr) und Hecken, die nicht 5 x im Jahr in Form geschnitten werden verschlechtert die Chancen einer jeden Hauskatze so weit, dass sich die Vögel im Garten mit ihren Nestern sicher fühlen können. Als Dank werden die Massen an Insekten schneller weggefressen und stören beim abendlichen Grillen nicht so sehr, wenn sie in einem Vogelmagen liegen.

Ach ja, und dann bauen Leute immer noch Schneckenfallen mit einem verbuddelten Biergefäß, in dem die Schnecken dann ertrinken. Bringt nicht viel. Das zieht auch Schnecken aus der Umgebung an. Dafür folgt aber etwas Anderes: habt ihr als Kinder nicht auch mal die lecker Bowlefrüchte genascht und wart danach so richtig Hackenstramm betrunken?

Igel stehen da mehr auf eingelegte Weichtiere, und naschen die mit Alkohol vollgesogenen Schnecken aus dem Bier. Haben einen mächtigen Kater und legen sich dann morgens auf den noch warmen Asphalt, um ihren Suff auszuschlafen. Und platte Igel auf der Straße taugen doch höchstens dafür, kleine Kinder zu ekeln.

Wenn sich jemand übrigens mit wirklich wirksamen und wissenschaftlich erprobten Methoden der Schneckenentfernung (ökologisch korrekt) beschäftigen will, empfehle ich den "Methodisch Inkorrekt Podcast mit Schneckenweitwurf" - auf 1:48 Thema Schneckenweitwurf. Der Rest der Sendung ist auch definitiv hörenswert

 

Nein, nicht von mir. Naja, nicht direkt. Ich werde euch nicht bezahlen, Außer durch meine Klicks.

Jetzt darf ich ja langsam sagen, dass ich nicht mehr ganz die Jüngste bin. Ich habe das Internet erlebt, als es noch recht jung war; die Verbindung über ISDN als das höchste aller Gefühle galt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass Freunde von mir ein Telefonmodem benutzten. Als ich einen Computer bekam, und online ging, gab es schon LAN-Kabel, und einfache Webseiten.

Und die brauchten manchmal. Deswegen war es beliebt, Webseiten so zu bauen, dass sie schnell luden. Das versuchen viele Anbieter von Inhalten heute noch hinzubekommen. Außer dass sie nun ihre Seiten durch Werbung finanzieren. Und hier beißt sich der Hase in den Schwanz. Wenn ich heute eine Seite öffne, auf der ich überwiegend geschriebenen Inhalt erwarte, vielleicht von der regionalen Zeitung, dann versuchen sich mitunter Werbepoppups oder Banner zu öffnen, die das Laden der Seite so in die Knie zwingen, dass ich lange, lange Zeit weder die Werbung noch die Webseite sehe. Noch schlimmer wird es, wenn ich über Tablet oder Smartphone online gehe. Dann lassen sich die Werbeeinblendungen teils nicht oder mit viel Mühe schließen. Teils werde ich mehrfach auf die Seite des Werbenden umgeleitet, ohne je eine Chance zu bekommen, den Inhalt der Seite zu lesen. Oder dass mir dann der 3. Browser auf dem Gerät einfriert oder abstürzt. Ich habe ja wirklich Geduld. Und ich mache in meinem inzwischen doch installierten Adblocker auch Ausnahmen. Ja ich verstehe, dass sich die Regionalpresse durch Werbung finanziert. Aber wenn ich ohne Adblocker die Seite nicht mal mehr im 5. Versuch lesen kann, hört bei mir der Spaß und die Ausnahmeregelung im Blocker auf. Und ich habe nicht mal den Anspruch, dass die Seite schneller lädt, als vor 15 oder 20 Jahren. Ja, so lange ist das schon her. Mein erstes Betriebssystem war Windows 95. Frisch auf dem Markt. Ich war hip, und habe Netscape benutzt. Mittlerweile benutze ich ein Smartphone, das mehr kann, als mein erster Rechner. Und bin Sklave der Werbung geworden.

Ach, was wünsche ich mir Seiten, die meinetwegen auch auf mich zugeschnittene Produkte präsentieren. Ohne mich auszubremsen. Ohne mich mit ermüdenden Ladebalken zu hypnotisieren (klappt eh nicht).

Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

 

3 Comments

Dass ein Mensch, der HartzIV bekommt, es doch auch nicht anders verdient habe, stellt es euch doch einmal so vor:

Wenn jemand in ein großes, tiefes Loch gefallen ist, aus dem er alleine nicht mehr herauskommt, könnt ihr im ab und an mal ein paar Kleinigkeiten hinunterwerfen, damit er nicht da unten stirbt. Das nervt nach einiger Zeit und ihr regt euch darüber auf, dass der Mensch da unten sitzt.

Oder ihr gebt ihm genug, um eine Leiter zu bauen.

Ich habe mir eine Mimose gekauft. Ich weiß sehr wenig über Blumenpflege. Wünscht mir Glück oder gebt mir Tipps.

Ich poste euch dann den Fortschrittsbalken - eh Mimosenfotos.

https://twitter.com/Spidiffpaffpuff/status/596704253865009152 Spiff empfielt verbale Fürsorge,

Und Suddengrey bremst meinen Spieltrieb https://twitter.com/SuddenGrey/status/596704431900663809

Die TeeJaneS gibt Infos, wie viel Wasser eine Mimose so benötigt: https://twitter.com/TeeJaneS/status/596705156881915904

Update 10.05.2015: Der Mimose geht es noch blendend. Aber ich musste sie auf die andere Seite der Fensterbank stellen, da das Herauf- und Herunterziehen der Rolläden sie dort jedes Mal so erschüttert hat, dass sie ihre Blättchen einklappte und die Zweige sinken ließ.

Ich wusste auch nicht, dass Mimosen sich nachts ebenfalls einfalten, so wie Gänseblümchen ihre Blüten schließen. Einfältige Blume, so eine Mimose.

Update 20.06.2015 Die Mimose lebt noch, und hat das Umtopfen gut überstanden. Sie wächst grad wie nix, und ich finde es niedlich, wie sie ihre Blätter nachts schlafen legt.

 Update 24.06.2015 Der Moment, in dem die Mimose die Blätter fertig für die Nacht gefalten hat, stimmt schon wieder genau mit dem Sonnenuntergang überein, obwohl es noch recht hell ist. Woran merkt die Pflanze das nur?

Meine Timeline meint, dass die Mimose auf ein bestimmtes elektromagnetisches Spektrum reagiert. Das macht Sinn, denn sie muss ja nicht gucken, sondern nur wachsen.