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Verzeiht mir den Flachwitzlimbo, die Ereignisse samt der Berichterstattung der letzten Tage hat mir den Humor verhagelt. Einige der nachfolgend verlinkten Artikel eidersprechen sich in einzelnen Aussagen. Ich habe mich bemüht, ein Bild von der Vielzahl der Probleme und Verfehlungen zuammenzustellen, was der Individualität von Personen, politischen Ansichten und Geschehnissen gerecht wird. Was trotzdem nicht mehr als ein Ausschnitt mit Denkanreiz wird. Lest die Artikel hinter den Links. Gerne nehme ich weitere Inhalte über die Kommentarfunktion dazu.

***Demos und Versammlungsrecht

Eine funktionierende Demokratie braucht Möglichkeiten, Protest und Meinungen auszudrücken. Niemand muss sich alles gefallen lassen. Aber was dürfen Demonstranten? Und was nicht? Und was darf Polizei oder Politik?

http://blog.wawzyniak.de/das-verhaeltnismaessigkeitsprinzip-im-versammlungsrecht/

Der letzte Abschnitt: warum Protest für eine Demokratie wichtig ist:

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-zu-g20-in-hamburg-die-eskalation-ist-eine-blamage-fuer-die-demokratie-27934540

***Die Polizei, der Polizist, die Polizistin, die Einsatzleitung und die Politik

Der Metronaut stellt ein paar Fragen

Mopo beschreibt, wie aus schlechter Einsatzplanung eine schlechte Polizei wird

Immer wieder zeigt sich hier das Bild, dass die Mehrheit der Polizei unter verkorkster Einsatzleitung leidet. Dass Polizisten unter unklaren Bedingungen und extremer Belastung samt tagelangem Schlafentzug durchaus stärker zu Fehlverhalten tendieren. Das halte ich für ein Versagen der Führungsspitze samt politischer Vorgaben. Auch im Norden kennt man den Satz: Der Fisch stinkt vom Kopf. 
Resignierte Arbeitnehmer/ausführende verrohen undd werden menschlich desinteressiert. Diesen Prozess müssen wir aufhalten. Dringend!

Warum gute Führungskräfte die die Gesetze kennen und befolgen für die Polizei wichtig wären: 


SZ: ein Insider berichtet 

Wer verletzte Polizisten hört, denkt gleich an den blutüberströmten Menschen, der vom bösen Demonstranten einen Stein abbekam. Nicht an Polizei, die durch eigenen Pfeffersprayeinsatz beeinträchtigt wird, beim Laufen gestrauchelt ist etc. Sachlich bleiben bitte.
***Was ist der schwarze Block?

Beschreibt der skeptikaa ganz gut 

Der Stern(!!) schreibt, dass die schlimmsten Vandalen gar keine Linksradikalen waren

***Was sind Linksautonome? 

Fast sieht es so aus, als war Olaf Scholz der G20 ein willkommener Anlass, die Rote Flora loszuwerden. 

Der Spiegel über die Rote Flora 

Während Anwohner und Betriebe vor Ort betonen, dass die Autonomen nicht das Problem sind 

Ruhrbarone: Autonome beschützen Geschäfte

Während von vielen die immerwährende Leier ertönt: "aber die Linken sind doch viel schlimmer/tun doch auch..." Leute, diese Argumentationstaktik hört man aus Gründen in zivilisierten Kreisen zuletzt im Kindergarten. 

Ein wenig differenzierter liest man es hier: Causa Tagesspiegel über schlechten politischen Stil

Krautreporter hinter Paywall über das Selbstverständnis der Autonomen http://bit.ly/2sHHUpu

***Journalisten und Presse 

Wie läuft so ein Presseeinsatz auf einer Demo überhaupt ab? - Enno Lenze berichtet

SZ über die befremdliche Praxis, Journalisten zu beschatten

Leider kein Einzelfall. Und ich kenne Journalisten, die mehr oder weniger embedded an Kriegsfronten für Informationen sorgen. Das Argument, Presse könne aus Gründen des Selbstschutzes nicht vom G20 Gipfel berichten, weil sie sich damit selbst gefährden würden, ist der wahre Gipfel. Auch hämische Freude, Vertreter von "linken Schmierblättern" würden so ausgeschlossen, ist ein demokratiefeindlicher Skandal? Für wie blöde haltet ihr die Leute? Meint ihr, die könnten nicht die verschiedenen Sichten in verschiedenen Medien bewerten? Die Mischung garantiert doch ein neutrales Gesamtbild. 

Wie Journalisten in Hamburg behandelt wurden 

***Warum man gerade jetzt nicht jeden dummen Vorschlag gut finden sollte

Weil es nicht funktioniert, und unser aller Geld und Freiheit kostet 


***Zum Abschluss

Für den Regierungssprecher ist wie immer alles glasklar

Glasklare Erklärungen klären es

 

Vorratsdatenspeicherung

Die Bundesnetzagentur hat die Vorratsdatenspeicherung ausgesetzt: https://m.heise.de/newsticker/meldung/Bundesnetzagentur-setzt-Vorratsdatenspeicherung-aus-3757527.html

Provider müssen die Daten nicht speichern https://netzpolitik.org/2017/bundesnetzagentur-erst-einmal-keine-pflicht-zur-vorratsdatenspeicherung/

Die anlasslose(!) Vorratsdatenspeicherung ist und bleibt damit europarechtswidrig. Keine Sorge, gegen Terroristen dürfen wir auch weiter ermitteln.

Netz-DG

Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken

Die finale Version zur Abstimmung im Bundestag findet ihr bei Netzpolitik.org: https://netzpolitik.org/2017/finale-version-des-netzdg-gesetzestextes-fuer-die-abstimmung-im-bundestag-ist-da/

Update 15:10 am 01. Juli 2017: das Netz-DG wurde gestern bei - direkt nach der im vollen Plenarsaal beschlossenen Ehe für Alle - sehr geringer Anwesenheit beschlossen. In der Debatte davor kamen fürsorgliche Ratschläge wie "Wir müssen dann natürlich ein Gesetz auf den Weg bringen, womit Betroffene unrechtmäßig gelöschter Beiträge die Rücknahme der Löschung einklagen können". Happy Klagewelle https://www.heise.de/newsticker/meldung/Loeschorgie-droht-Bundestag-beschliesst-Netzwerkdurchsetzungsgesetz-3759860.html?artikelseite=all

Das mit den Drogen, das ist schon eine komplizierte Sache. Wer das Wort Drogen gelesen hat, hatte jetzt bestimmt schon sein eigenes Kopfkino durchgespielt. Die einen denken an das Buch oder den Film "Christiane F., wir Kinder vom Bahnhof Zoo", andere gucken noch mal besorgt ins Kinderzimmer, und ob das pubertierende Blag rote Augen hat.

Außer ein wenig Fachpersonal, das vielleicht zufällig auf diesen Blog stößt, ist vermutlich keinem das Wort "legal" oder "Schmerz- und Betäubungsmittel in den Sinn gekommen. Ja, auch das sind Drogen.

Noch schlimmer wird es, wenn ich den Buzzwortbegriff "Drogen legalisieren" in den Raum werfe.

Je nach Klientel kommt da in der Regel ein gelassen wirkendes Peeeeeace oder ein "Wenn da IRGENDEIN Idiot bekifft mein KIND totfährt..."

So jetzt noch mal ganz langsam: Alkohol ist auch legal. Mit Alkohohl wurden die Meisten von uns schon früh sozialisiert. Frühzeitig wird gelehrt: Don't drink and drive. Von Don't drink redet kaum einer. Im Gegenteil. Wer als handelsüblicher CSU Politiker nicht mindestens einen Anstich beim Oktoberfest gemacht hat und mit roten Pausbäckchen das gesellige Zusammensein gegenüber der Presse lobte, gilt als unwählbar.

So Kinder, jetzt aufgepasst: Betrunken Auto zu fahren, ist NICHT legal. Wer das macht, und dabei erwischt wird, hat einen Kragen Ärger am Hals. Auch Menschen, die betrunken dazu neigen, ziemlich aggressiv zu sein, müssen sich vorher überlegen, wie sie ihrer Umgebung ausweichen, weil es sonst unangenehme Konsequenzen gibt.

Glücklicherweise gehöre ich zu denen die nach dem dritten Bier lethargisch in der Ecke einschlafen. Und ich rede von Kölsch-/Altgläsern. Echt jetzt. Nach zwei Whisky könnt ihr mich nur noch in den Keller tragen.

Aber hey, Alkohol ist auch legal.

Dann waren viele von euch schon mal im Krankenhaus. Oder beim Zahnarzt. Gab es da nicht auch Mittel, die euch die OP erträglich gemacht haben? Das ist meist schon harter Stoff. Und nein, den kann euer 6jähriger auch nicht beim Kiosk gegenüber kaufen. Aber die Betäubung oder Narkose war vollkommen legal. Ich musste nur schon mal unterschreiben, für X Stunden nach dem Eingriff keine Maschinen zu bedienen, also auch kein Auto zu fahren.

Es ist nicht so, dass Narkosemittel nicht missbraucht werden. Guckt euch so Leute wie Michael Jackson an. Und jetzt nicht, die extremen Umbauten seines Gesichtes. Sondern wie ein skrupelloser Arzt ihm Narkosemittel verschaffte, um ihn seinen Alltagsschmerz vergessen zu lassen. Der Arzt wurde hinterher auch verurteilt.

Und dann gibt es da so komische Beispiele, wie Cannabis. Die Wirkstoffe helfen vielen Menschen, zum Beispiel Patienten mit starker Migräne, chronischen Schmerzen oder Multipler Sklerose, ihre Symptome mit geringer Dosis und wenig Nebenwirkungen zu bekämpfen. Da waren die vormals einzig legalen Mittel mal wesentlich derber, was Wirksamkeit und Nebenwirkungen betraf. Zum Glück dürfen sich jetzt einige auch legal das Hanfprodukt verschreiben lassen; wobei allerdings noch die durchführenden Stellen mauern.

Müssen wir tatsächlich diskutieren, ob man Medikamente zugänglich macht, weil die Industrie daran weniger verdient?

Konsumiert aber jemand Cannabis und setzt sich Tage danach ins Auto, kann er seinen Führerschein verlieren.

Zum Vergleich: bei Alkohol muss ich warten, bis die Wirkung verflogen ist. Bei Cannabis lassen sich, nach Ende der Wirkung, noch über Wochen und ggf. Monate der Konsum nachweisen. Der Mensch steigt also vollkommen klar ins Auto, und wird trotzdem bestraft.

Warum also verschiedene Substanzen unterschiedlich behandeln? Es gibt die Wissenschaft. Wir können ganz bequem erforschen, wie lange Menschen im Allgemeinen nach Gebrauch von Mariuhana oder Gras  beeinträchtigt sind, und das als Grenze für Fahrtauglichkeit ansetzen. Wir können Tests entwickeln, die herausfinden, ob jemand die aktive Substanz im Blut hat, oder nur die Abbauprodukte, die nichts mehr machen, außer langsam herausgespült zu werden.

Warum also nicht die Möglichkeiten nutzen, und die Welt für alle etwas erträglicher gestalten?

P.S. in Ländern wie Portugal oder Californien wurden bereits durch die Legalisierung viel Leid erspart. Kriminielle Strukturen werden ausgetrocknet. Nein, der Konsum ging dadurch nicht steil nach oben; im Gegenteil.

Die Substanzen werden nicht mehr mit Blei, Rattengift oder anderer, billiger Chemie gestreckt, die Konsumenten viel schneller in Abhängigkeit und körperliche Schädigungen treiben,  als wenn sie legal vertrieben werden.

Sprich: wir müssen da für viele Substanzen noch mal dran. Erforschen, welche Auswirkungen purer Konsum wirklich hat; ob Abhängigkeiten auch entststehen, wenn es gegen akute Symptome gegeben wird (Morphin z.B. kann bei Schmerzen nicht so leicht abhängig machen, wie ohne Probleme eingenommen). Ärzte und Pharmakonzerne haben ein viel breiteres Spektrum an Möglichkeiten. Was war noch mal schlecht an Legalisierung?

Jetzt wurde also der Staatstrojaner beschlossen. Und die Folgen dürften wenig amüsant sein. Und nein, den Terrorismus werden wir auch damit nicht aufhalten. Diese sogenannte Möglichkeit der Regierung ist mit einem Paket dahergekommen, das offenbar nur Probleme macht.

Udo Vetter schreibt auf seinem Lawblog über die neuerlich vorhanden Pflicht für Zeugen, eine Aussage zu tätigen: https://www.lawblog.de/index.php/archives/2017/06/23/schoene-neue-zeugenwelt/ 

Er verlinkt auch den Gesetzentwurf der Bundesregierung, wo der Wortlaut im Detail steht.

Peter Schaar, der vormalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz zerreisst das Gesetz hier: http://www.fr.de/politik/staatstrojaner-ein-arroganter-umgang-mit-der-macht-a-1300686

äußert sich hier über die Quellen-TKÜ:https://www.heise.de/newsticker/meldung/Peter-Schaar-Der-Staat-ist-ein-feiger-Leviathan-3755246.html  (TKÜ = TeleKommunikationsÜberwachung - an der Quelle; also bei euch daheim)

Damit bleiben also Sicherheitslücken in Software offen, und bieten den dunklen Gestalten der Gesellschaft Einfalltore auf private Daten und Geräte. Wie gut diese "Hacker" dann ausgebildet sind, entzieht sich den Möglichkeiten des Interessierten. Dass diese Überwachung dann auch noch wesentlich umfassender ist, als eine normale Haus- oder Wohnungsdurchsuchung, wird den Meisten erst gar nicht bewusst. Und gerade die Daten auf dem heimischen PC verleiten dazu, falsche Schlüsse zu ziehen.

Durch die Zugangstüren, die eine derartige Schadsoftware erhält oder schafft, können auch böswillige Menschen Dinge auf Rechnern platzieren oder verändern, die man dort selbst gar nicht gelassen hat. Den Gesetzgebern kann es egal sein, wenn die Beweise als rechtsgültig definiert werden.

Die Frage ist, was die Politik mit der Verabschiedung immer weiterer Grundrechtsverletzungen im Sinn hat. Vielleicht soll das nur Macht und Stärke demonstrieren, damit der handelsübliche Einwohner Deutschlands beruhigter ist. Was aber in dem Fall nur als Betrug gewertet werden kann. Denn die Versprechen hält die Gesetzgebung nicht. Hier wird nicht nur ein Heftplflaster auf einen tiefen Riss gelegt, dieses Pflaster enthält auch ein langsam wirkendes Gift, das der Gesellschaft einen so großen Schaden zufügt, dass wir unter Umständen eine Generation brauchen, um das wieder auszubügeln.

 

 

 

 

In den Kriminalserien sieht es immer so einfach aus. Am Tatort wird DNA gefunden, und die Datenbank sucht innerhalb von Sekunden den richtigen Täter aus der gesamten Bevölkerung heraus. In der Realität sind die Spuren oft unsauber, vermischt oder die DNA ist nicht mehr intakt genug, um sie auszuwerten.

Erweiterte DNA-Analyse - was sie NICHT kann

Wenn die DNA Spur zu falschen Schlüssen verleitet - Verunreinigung

Dann träumen offenbar immer mehr hochrangige Politiker von der Verbrechensaufklärung durch Knopfdruck. Allerdings verstehen die wenigsten, dass all die Algorhytmen und Datenauswertungen durch Menschen programmiert und eingepflegt werden. Wenn ich mir ansehe, was Google und Amazon allein an Produktvorschlägen für mich haben, zweifle ich doch arg an der Allmächtigkeit der Auswertungen. Ab und zu kommen lustige Kombinationen, wie der Packbandabrollerals ich mir neue Sport-BHs bestellen wollte.

Während ich bei den Werbefehlgriffen noch lachen kann, gruselt mich die unvoreingenommene Datengläubigkeit. Wenn ein Computer da was ausspuckt, wird es doch sinnvoll sein, alle in Frage kommenden Personen vorsorglich einzusperren, oder?

Das Nichtwissen, was an magischen Vorgängen in der Rechenmaschine stattfindet, lenkt den Blick von wirksamen Maßnahmen - echter Ermittlungsarbeit; dem mühevollen Ausschluss falscher Hinweise; der Verbrechensprävention wirkungsvoll ab.

 

 

Das internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Virtuelle Welt. Die Reale Welt.

Ein Tag Radio oder TV füllt den Buzzwordfilter bis zur Verstopfung.

Noch mal langsam und für die Medien: bewege ich mich am Rechner durch optische Illusionen realer Räume, oder treffe auf andere Nutzer in Foren, Chats, Spielen, etc., bewege ich mich zwar in der virtuellen Welt. Die Konktakte, die ich dort habe, sind aber keine virtuellen Kontakte, sondern echte.

Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen einer Lara Croft, die einfach eine viel besser animierte und reaktivere Grafik ist, als der Strich bei Pong und dem Menschen, mit dem ich meine realen Gedanken austausche, indem ich sie nicht über Sprachsignale einer Telefonleitung schicke, sondern als Daten.

Ich frage mich, wie es zu so einer starken Abweichung im Narrativ zwischen althergebrachter Technik und neuen (immerhin seit einigen Jahrzehnten im Gebrauch) Medien kommt.

Schließlich würde niemand die Tante am Telefon als virtuellen Kontakt bezeichnen, obwohl ich sie in dem Moment, in dem wir mit ihr telefonieren, nicht anfassen können.

Genauso wenig unreal sind Menschen, über die ich im Internet, über Facebook, Whatsapp, Threema, Twitter kommuniziere. Viele davon treffe ich häufiger von Angesicht zu Angesicht.

Also hört bitte auf, die Kommunikationsmedien als eine Art unreale Traumwelt zu sehen, der es zu entfliehen gilt.

 

 

 

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So, Donald Trump hat also das Klimaabkommen gekündigt. Er meint, damit Stärke zu zeigen, und leistet der amerikanischen Wirtschaft - sowie allen anderen - damit einen Bärendienst.

Eine Gesellschaft in der keiner mehr Schwäche zeigen darf, unterscheidet sich grundlegend von einer Gesellschaft, in der Schwächen behoben werden. Wenn nichts Falsches mehr auf den Tisch kommen darf, kann auch nicht daran gearbeitet werden.

So ist der wegfallende Zwang, ökologisch und wirtschaftlich handeln zu müssen, für schlecht wirtschaftende und wenig innovative Unternehmen zwar im ersten Moment ein Gewinn. Langfristig schadet es aber denen, die sich anstrengen; die in neue Technologien und sparsamen Umgang mit Ressourcen inverstieren. Seltsamerweise scheint es vollkommen akzeptabel zu sein, eine Firma, und damit die anfallende Arbeit, mit möglichst wenig Menschen umzusetzen. Dies mit möglichst wenig Einsatz von Rohstoffen und Energie, bzw. Umweltschäden zu verwirklichen, scheint Wirtschaftsliberalen geradezu ein Dorn im Auge zu sein.

Und dabei sind gerade diese Anforderungen eine Möglichkeit, die Wirtschaft eines Landes - und damit die einzelnen Unternehmen - zukunftssicher zu machen.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo die Menschen die ersten Schritte zu den Sternen machten. Wo es cool war, neue Dinge zu entdecken, zu erfinden, und einfach besser zu werden, wieder auf die Fresse zu fallen, und wieder aufzustehen, um diesmal noch weiter zu gehen.

Jetzt bin ich in einem Alter, in dem ich nicht akzeptiere, auf ein Rentenalter zu schauen, in dem ich in der Ecke sitze und jammere "früher war alles Besser".

 

 

Update:

Tesla -Chef Elon Musk reagiert bereits, und droht mit Stopp der Zusammenarbeit.

 

1 Comment

Zwangsverheiratet. Ihr kennt das.

Eh, was?

Ich sage nur: Abenteuer Kassenschlange. Da gibt es immer wieder diesen Herrn, der Probleme hat. Sei es, dass der Rabattcoupon sich als "schon eingelöst" meldet; sei es dass er den Prospekt ganz anders verstanden hat, und das nun die Kassierer-Filialleiterhirarchie hocheskalieren will. Oder die Kasse streikt, oder bei der Fastfoodkette hat ein Produkt plötzlich einen Fertigungsengpass. Egal.

Das Drama bahnt sich an, wenn ich dahinter stehe.

Phase 1: Hoffnung

Das Problem könnte sich bald lösen. Ich habe es nicht eilig. Also sehe ich die anderen Schlangen immer weiter zusammenschmelzen.

Phase 2: Aufgabe

Natürlich war das optimistisch, und natürlich funktionierte der Plan aus Phase 1 nicht. Jetzt kommt aber der Moment, an dem sich die Geduld als fatale Entscheidung entpuppt hat.

Phase 3: Fremdeinwirkung

Denn das Kassenpersonal hat mittlerweile das Problem erkannt und fängt an, die Schlange hinter mir abzuarbeiten.

Phase 4: Wait, what?

Ja, genau, die Schlange hinter mir. Gezielt wird der Herr, die Frau, das Päärchen direkt hinter mir angesprochen: Sie können auch hier rüber kommen. Die sind dann in der Regel auch erleichtert, und folgen der Aufforderung.

Phase 5: Erwachen

Ich lasse die zunächst Aufgerufenen vor, und versuche mich dann, dahinter einzureihen, oder mich bemerkbar zu machen, damit ich zumindest DANN an die Reihe komme.

Phase 6: Die Gegenwehr erwacht

Im Besten Fall werde ich nun passiv-agressiv ignoriert. Die ehemalige "Schlange hinter mir" tut sich zu einer Gemeinschaft zusammen, und versucht, mich nicht dazwischen kommen zu lassen. Der Kassierer bedient mittlerweile Menschen über meinen Kopf hinweg.

Phase 7: Aufrüstung

Ich werde lauter, mache mich bemerkbar. Ich verstehe noch nicht vollständig, welch Gewitter sich da gerade um mich herum zusammengebraut hat, und reagiere mit Versuchen, auf mich aufmerksam zu machen. Auch meinen Einkauf ins Warme zu bringen, oder endlich mein Junk-Essen zu bekommen. Die Menschen hinter mir werden lauter aufgerufen, vorzutreten, und drängeln deutlich agressiver.

Phase 8: Vollendete Tatsachen

Der Kassierer faucht: "Ihr Mann wird ja gleich bedient."

Phase 9: Verstehen

Mein ... was? Ich bin alleine hier. Wen zum Henker ... ach so! Leise:"das ist nicht mein Mann!"

Phase 10: Die Realität hat sich geändert

Zumindest für alle anderen. Die Zusammenhänge sind wieder logisch. Das störende Element wurde in die Schranken gewiesen. Für alle anderen bin ich die hysterische Tussi, die zusätzlich zu der Aufregung, die ihr Kerl anstrebt auch noch ihren eigenen Kriegsschauplatz eröffnet. Meine Versuche, die Verbindung zu diesem Typen zu leugnen wirken albern und schweißen meine Gegner nur noch mehr gegen mich zusammen.

Für mich bin ich einfach nur eine Frau, die nicht mal ansatweise was mit dem Unbekannten zu tun haben will, sondern einfach nur bezahlen oder ein schlechtes, heißes, fettiges, übersalzenes Essen aus Massentierhaltung haben will.

Ende: die Phantasie der Anderen

Wenn ich mir überlege, mit wie vielen Männern ich schon in derartigen Situationen verheiratet wurde, frage ich mich ob virtuelle Polygamie auch strafbar ist. Schließlich darf die virtuelle Welt kein rechtsfreier Raum sein.

Was ist die Cloud? von ddeimeke

Was man von Cloud-Dienstleistern erwarten sollte, und was nicht.

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Die Süddeutsche Zeitung stellt einen Film über alternative Schulsysteme vor. Ein Gedankenanstoß, dass rein auf Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmte Bildung kein Qualitätsmerkmal ist: Artikel der SZ

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Netzpolitik.org schreibt über Sicherheitsesotherik. Warum die Vorratsdatenspeicherung für Wirtschaft sowie Menschen eher schädlich ist:

https://netzpolitik.org/2017/vorratsdatenspeicherung-ab-juli-schlecht-fuer-grundrechte-und-provider/